Blühendes Griesheim

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Eine Aktion für mehr biologische Vielfalt

Griesheim (26.8.2021) – Die Stadt Griesheim fördert die biologische Vielfalt und beteiligt sich am UN-Dekade Projekt „Blühendes Südhessen“ des gemeinnützigen ENTEGA NATURpur Instituts. Bei einem gemeinsamen Ortstermin am Donnerstag (26.8.) informierten sich Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl und Matthias W. Send, Vorsitzender der Geschäftsführung des Instituts, über den Stand der Entwicklung.

Im Sommer 2020 erstellte die vom Institut beauftragte Naturgartenplanerin Dr. Eva Distler die Planung. Auf deren Basis wurden dann im Herbst die Flächen angelegt. An drei Standorten mit einer Gesamtfläche von rund 200 Quadratmetern wurden kleine Naturoasen geschaffen. So wurden in der Gyönker Straße, der Bessunger Straße und am Kreisel Nordring auf einem speziellen Substrat artenreiche Wildblumenmischungen ausgesät und insektenfreundliche Stauden gepflanzt. Vom Institut gespendete Infotafeln und eine Insektennisthilfe runden das Ganze ab.

„Auch in Deutschland beobachten wir einen Rückgang der Artenvielfalt. Wir wollen in Griesheim unseren Beitrag leisten und etwas dagegen tun, daher beteiligen wir uns am Projekt ‚Blühendes Südhessen‘ und freuen uns über den Austausch mit der Expertin Frau Dr. Distler. Selbst auf kleinsten Flächen kann man mit dem richtigen Know-how und dem Einsatz heimischer Pflanzen wertvolle Biotope schaffen. Das ist uns bereits an einigen Stellen in Griesheim gelungen und so wollen wir gerne weiterhin an diese positiven Erfahrungen anknüpfen“, erklärt Bürgermeister Geza Krebs-Wetzl.

„Mit dem Projekt ‚Blühendes Südhessen‘ wollen wir Natur zurück in den urbanen Raum holen und artenreiche Lebensräume schaffen. Außerdem möchten wir die Bevölkerung sensibilisieren und zum Nachahmen anregen“, sagt Matthias W. Send. Interessierte Kommunen aus ganz Südhessen können dabei mit fachlicher Unterstützung der Naturgartenplanerin Dr. Eva Distler auf ausgewählten Flächen Wildblumenwiesen, -säume und -beete anlegen. Das Institut finanziert die komplette Planungs- und Beratungsleistung und gewährt einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro für gebietsheimische Pflanzen und Saatgut. Außerdem erhalten die Kommunen eine Insektennisthilfe sowie Infotafeln für die umgestalteten Flächen. Im Gegenzug stellen die Kommunen langfristig die Grundstücke zur Verfügung, bereiten die Flächen vor und pflegen die Anlagen. Das Projekt wurde Ende 2020 von der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz im Rahmen der “UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

Derzeit haben sich 23 Kommunen in Südhessen angemeldet. In 17 Kommunen wurden bereits Flächen umgestaltet. Die restlichen Kommunen folgen im Herbst 2021 bzw. im Frühjahr 2022. Bis heute wurden so 20.800 qm naturnahe Wildblumenwiesen bzw. Wildstaudenbeete angelegt.

Mehr zum Projekt: www.naturpur-institut.de/bluehendes-suedhessen