Südring: Verlegung der Tempo-30-Zone

In den letzten Wochen wurde eine Veränderung der Verkehrsbeschilderung der Straße „Südring“ vorgenommen. Die bisherige Zonenbeschilderung Tempo 30 musste an die Zufahrt zur Willy-Brandt-Allee, Odenwaldstraße bzw. Lindenstraße verlegt werden.  Bürgermeister Krebs-Wetzl erläuterte die Hintergründe für die Maßnahme wie folgt:

Die Straße „Südring“, im Teilstück zwischen Kreisverkehr Westring und Lindenstraße, wurde ursprünglich als verkehrswichtige innerörtliche Straße geplant und gebaut. Der Bau dieser Straße im Jahr 2007 wurde durch das Land Hessen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz dementsprechend mit fast 600.000 Euro bezuschusst. Solche Zuschüsse werden u.a. für verkehrswichtige innerörtliche Straßen gewährt, nicht jedoch für Anlieger- oder Erschließungsstraßen.

Aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse (Sportstätten, Freizeitgelände Süd, Spielplatz) wurde bereits damals nach Fertigstellung ein Tempo 50 seitens der Stadt Griesheim als kritisch erachtet und daher ab der Einmündung in die Willy-Brandt-Allee eine Tempo-30-Zone eingerichtet.

Wie HessenMobil nun jedoch der Stadt Griesheim mitgeteilt hat, entspricht eine derartige Verkehrsregelung nicht dem Charakter einer verkehrswichtigen innerörtlichen Straße. Der Stadt Griesheim drohte daher, nach einem Bescheid von HessenMobil, die Rückzahlung der damaligen Zuschüsse (inkl. Zinsen ein Betrag von nahezu 900.000 Euro), falls die Tempo-30-Zonenbeschilderung nicht bis zum 31.12.2017 entfernt würde.

Um diese Rückzahlung zu verhindern, entschied sich der Bürgermeister und auch der Magistrat diese Forderung von HessenMobil entsprechend umzusetzen. Die Stadt Griesheim ist jedoch intensiv bestrebt, eine sogenannte 30 km/h Streckenbeschilderung, welche rechtlich in besonders gefährdeten Bereichen möglich ist, im Südring zwischen den Sportplätzen und dem Kinderspielplatz Willy-Brandt-Allee, wieder einzurichten. „Hierzu bedarf es jedoch der Zustimmung der unteren Verkehrsbehörde des Landratsamtes sowie der Polizeibehörde. Dementsprechend finden zurzeit Gespräche mit den genannten Fachbehörden statt“, teilte Bürgermeister Krebs-Wetzl mit.