Städtebauliche Betrachtung des rückwärtigen Bereiches des Innenstadtbauprojektes

Im Vorfeld der Beratung des Bebauungsplanes „Wilhelm-Leuschner-Straße/ August-Bebel-Straße/ Bessunger Straße/ Friedrich-Ebert Straße – 2. Änderung“ (Bplan 32) in der letzten Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses am Dienstag wurde nochmal intensiv über die städtebauliche Neuordnung des hinteren Bereiches des Innenstadtbauprojektes gesprochen und nachgedacht.

Um alle Beteiligten in diesem doch verfahrensrechtlich komplizierten Prozess der Bauleitplanung mitzunehmen, entschied sich Bürgermeister Krebs-Wetzl im Austausch mit den Fraktionen, die ursprünglich vorgesehene Vorgehensweise noch einmal genau zu betrachten. Daher wurde die Vorlage vom Bürgermeister in der Sitzung des Stadtplanungs-und Bauausschusses formal zurückgezogen, nachdem er in Vorbereitung der Sitzung die Vertreter der Fraktionen konsultiert hatte.

Bürgermeister Krebs-Wetzl erläuterte, dass seitens der Verwaltung und des Magistrates zunächst beabsichtigt war, die städtebauliche Betrachtung der Wohnbereiche des südlich angrenzenden Teils zum Innenstadtbauprojekt in zwei Schritten anzugehen. In einem ersten Schritt sollten vorerst 4 Grundstücke betroffen sein, für die ein städtebauliches Umlegungsverfahren angedacht war. Bei einer Umlegung werden Grundstücke geschaffen, die nach Lage, Form und Größe für eine bauliche oder sonstige Nutzung gut geeignet sind.

Die dort vorhandenen Grundstückszuschnitte erfordern für eine städtebaulich attraktive Entwicklung wahrscheinlich eine Neuordnung durch ein solches verwaltungstechnisches Umlegungsverfahren. Die bisher angedachte Neuordnung bezog sich daher erstmal nur auf einen kleineren Bereich im westlichen Teil des Gevierts. Erst in einem zweiten Schritt sollten andere Grundstücke betrachtet werden. Die 2. Änderung des Bebauungsplanes 32 soll nun doch gleich auf den gesamten südlichen Bereich ausgedehnt werden. Es sollen damit alle Anwohner des Innenstadtbauprojektes im Geviert von Anfang an mitgenommen werden.

Bürgermeister Krebs-Wetzl sagte in diesem Zusammenhang, dass diese Vorgehensweise zwar wesentlich aufwändiger, aber eine größere Betrachtungs- und Entwicklungsperspektive der Wohnbereiche ermögliche. „Dies ist rechtlich schwieriger, da ein Umlegungsverfahren verfahrenstechnisch gesondert zu führen ist. Gleichwohl wird diese aufwändige Vorgehensweise jetzt doch in Kauf genommen, um den Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger Rechnung zu tragen.

Die Menschen, die in der Anwohnerinitiative organisiert sind, werden in die Planungen von Anfang an mit einbezogen“, so Bürgermeister Krebs-Wetzl. Entsprechende Beschlüsse werden nun von der Verwaltung vorbereitet und zeitnah in die Gremien eingespielt.