Magazin: Heiße Grillkohle am Strand nicht einfach vergraben

Bild: Ben Kerckx/Pixabay

Ob Flussufer, Meeresstrand oder Kieskuhle – Grillen am Wasser ist extrem beliebt. Doch wohin am Ende mit der heißen Grillkohle oder dem Einmalgrill? Keine gute Idee ist es jedenfalls, die heiße Kohle einfach mit Sand zu überdecken. Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das Sichere Haus (DSH), Hamburg, sagt, warum: „Sand ist kein Löschmittel. Unter der Sandschicht schwelt die Grillkohle weiter. Diese achtlos hinterlassenen Glutnester sind eine riesige Gefahr für Spaziergänger – wer barfuß unterwegs ist, kann schwerste Verbrennungen an den Fußsohlen davontragen.“ Für Krabbelkinder entwickelt sich die Situation oft noch dramatischer: Die heiße Kohle kann auch die Handinnenflächen, Schienbeine und Unterschenkel der Kleinen verbrennen. Brandwunden sind äußerst schmerzhaft, oft folgen mehrere Operationen und Hauttransplantationen, deren Narben ein Leben lang sichtbar bleiben und ständiger Pflege bedürfen.

Grillkohle mit Wasser löschen
Es ist so einfach wie naheliegend: Heiße Grillkohle muss gründlich mit Wasser gelöscht werden.

Erste Hilfe bei Verbrennungen unterwegs
Wer an barfuß Stränden unterwegs ist, die als beliebte Grillplätze bekannt sind, sollte auf Glutnester gefasst sein. Es ist ratsam, ein Erste-Hilfe-Set für Brandwunden in die Picknick-Tasche oder in den Rucksack zu packen. Die Sets enthalten zum Beispiel spezielle, saugfähige und keimdichte Wundauflagen, schmerzlindernde Gels und eine Rettungsdecke.

Die Aktion Das Sichere Haus (DSH) informiert über Unfallgefahren in Heim und Freizeit. Mit ihrer Arbeit will die gemeinnützige DSH dazu beitragen, die hohen Unfallzahlen zu senken: Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 10.000 Menschen durch einen Heim- und Freizeitunfall. Mehr Infos auf www.das-sichere-haus.de.