Griesheimerin zum zweiten Mal beim MINT Girls Camp

Die Teilnehmerinnen des MINT Girls Camps lernten auch die Berufswelt der Werkfeuerwehr kennen. (Foto: Provadis)

Mal sehen, ob MINT-Berufe passen
20 Schülerinnen nahmen in Wiesbaden teil am MINT Girls Camp von Provadis und der Sportjugend Hessen

 „Weil ich Chemie gerne mag und ich mir vorstellen kann, das später auch beruflich zu machen, habe ich am MINT Girls Camp teilgenommen“, sagt Jasmin Grosch. Die Schülerin aus Bad Orb ist eine von insgesamt 20 Camp-Teilnehmerinnen in Wiesbaden. Auch Kyra Broczinski von der IGS Obere Aar in Taunusstein hat sich, statt zu chillen, für das Camp entschieden. Da ihre Noten in Chemie und Physik gut sind, wollte sie mal sehen, ob MINT-Berufe zu ihr passen könnten. Sie erlebten in den Ferien fünf Tage lang spannende Einblicke in interessante Berufe im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, verbunden mit Projektarbeiten in Labor und Werkstätten sowie Informationen der Agentur für

MINT bezeichnet zusammenfassend die Studienfächer und Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Berufsorientierung und attraktives Freizeitprogramm

Das vom Bildungsdienstleister Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH und der Sportjugend Hessen durchgeführte Camp will Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren für MINT-Berufe begeistern und ihnen – neben einem attraktiven Freizeitprogramm – eine Möglichkeit der Berufsorientierung geben. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds sowie der Bundesagentur für Arbeit.

Vom Chemielabor bis zur Metallwerkstatt

Das Girls Camp wurde in Wiesbaden in Kooperation mit der InfraServ GmbH & Co. Wiesbaden KG angeboten. Im Bildungszentrum Kalle-Albert konnten die Mädchen zum Beispiel einen Flaschenöffner aus Metall anfertigen. Dafür wurde gefeilt, gesägt, Gewinde gebohrt und gehämmert. Nun werden sie zukünftig zuhause die Flaschen mit einem selbst hergestellten Öffner aufmachen können. Auch ein Modell eines Solarhubschraubers fertigten sie an. Hier galt es zu biegen, zu löten, zusammenzuschrauben, Fotovoltaik anzubringen und einen Elektromotor einzubauen. Weiteres Highlight des Programms: Im Chemielabor konnte jedes Mädchen ein T- Shirt im Batikstil einfärben und danach mit nach Hause nehmen. Im Bereich IT-Labor beschäftigten sich die Schülerinnen in einer Simulation mit dem Programmieren eines Fahrstuhls. Auch bei der Werkfeuerwehr schauten sie vorbei und bekamen einen Einblick in diese Berufswelt. Ihre fertigen Arbeiten und das Erlebte präsentierten sie ihren Angehörigen stolz bei der gelungenen Abschlussveranstaltung.

Konzentriert bei der Arbeit: Ischar Solveig war bereits zum zweiten Mal im MINT Girls Camp.
(Foto: Provadis)

Spannend und abwechslungsreich

„Das Batiken des T-Shirts hat mir besonders gut gefallen“, sagt Kyra. Die Möglichkeit, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern, fand sie gut. Denn jetzt kann sie auf jeden Fall sagen, was für sie nicht in Frage kommt. Auch die Kombination mit den vielen Freizeitaktivitäten war toll. „Eine spannende Woche“, so ihr Fazit. Für Jasmin Grosch hat sich das Camp auf jeden Fall gelohnt, weil sie jetzt definitiv weiß, dass ein MINT-Beruf für sie das Richtige ist. Und Solveig Ischar von der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim ist von den MINT-Girls Camp so begeistert, dass sie bereits zum zweiten Mal teilgenommen hat. „Jedes Camp hat seine spezifischen Angebote. Diesmal hat mich das Programm in Wiesbaden angesprochen“, sagt sie. Besonders das Löten und das Programmieren des Fahrstuhls haben ihr gefallen. Die MINT-Girls Camps haben ihre Einstellung zu MINT-Berufen verändert. In Zukunft möchte sie sich noch weiter orientieren, bevor sie sich dann für ihren Wunschberuf entscheidet.

Wer jetzt Lust hat, beim nächsten Mal auch dabei zu sein, kann sich unter www.mint-girls-camps.de anmelden.

Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH ist ein Unternehmen der Infraserv-Höchst-Gruppe. Mit rund 1.400 Auszubildenden und über 4.500 Weiterbildungsteilnehmern an den Standorten Frankfurt und Marburg gehört Provadis zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen. Rund 400 internationale Kunden nutzen in Partnerschaften und Kooperationen das Know-how von Provadis auf den Gebieten der Aus- und Weiterbildung, der Personal- und Organisationsentwicklung und bei der Entwicklung von E-Learning-Konzepten.

An der Provadis Hochschule studieren rund 1.200 Studenten in dualen und berufsbegleitenden Studiengängen mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschule bündelt ihre interdisziplinären Aktivitäten im Bereich Forschung und Projekte im Zentrum für Industrie und Nachhaltigkeit.