Bevölkerungsentwicklung in Hessen bis 2060

  • Mittelfristig: Bevölkerungszunahme bis 2028 um 1,7 Prozent auf 6,374 Millionen
  • Langfristig: Bevölkerung sinkt bis 2060 um 80 000 oder 1,3 Prozent auf 6,185 Millionen
  • 2060: mehr Ältere und weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter

Die Bevölkerung in Hessen wird  in den kommenden Jahren weiter wachsen und mit erwarteter abnehmender Zuwanderung aus dem Ausland später jedoch wieder sinken. Dies ist das Ergebnis der — zwischen den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder koordinierten — 14. Bevölkerungsvorausberechnung (Variante 2, moderate Entwicklung der Fertilität, Lebenserwartung und Wanderung).

Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wird die Bevölkerung in Hessen aus gegenwärtiger Sicht zunächst von rund 6,266 Millionen im Jahr 2018 auf etwa 6,374 Millionen im Jahr 2028 zunehmen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem heutigen Stand. Danach ist mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen, weil sich das bestehende Geburtendefizit, also der Überschuss der Sterbefälle über die Geburten, aufgrund der Altersstruktur der Bevölkerung stetig vergrößern wird. Der gegenwärtige Bevölkerungsstand wird voraussichtlich im Jahr 2052 erreicht und bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerungszahl bis auf rund 6,185 Millionen sinken. Dies sind rund 80 000 oder 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2018.

Gleichzeitig wird es deutliche Veränderungen bei der altersstrukturellen Zusammensetzung der Bevölkerung geben. Auch bei kontinuierlicher moderater Zuwanderung aus dem Ausland wird sich der Alterungsprozess der Bevölkerung aufgrund der bestehenden Altersstruktur fortsetzen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis unter 20 Jahren wird von gegenwärtig 1,178 auf 1,112 Millionen im Jahr 2060 abnehmen (minus 5,6 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird leicht von 18,8 Prozent auf 18,0 Prozent sinken. Die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 65 Jahren wird sich ebenfalls von aktuell 3,795 auf 3,251 Millionen im Jahr 2060 verringern (minus 14,0 Prozent). Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wird von 60,6 Prozent auf 52,6 Prozent fallen. Dagegen wird die Zahl der 65-Jährigen und Älteren von derzeit 1,293 Millionen auf 1,819 Millionen im Jahr 2060 zunehmen (plus 40,7 Prozent); der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung wird von 20,6 auf 29,4 Prozent wachsen.