Aus dem Magistrat (44) – Verkehrsplanung Konversionsgebiet

In den letzten Sitzungen des Magistrats, welche regelmäßig Montagnachmittags stattfinden, standen wieder einmal viele Personalangelegenheiten auf der Tagesordnung.

Weiterhin beschäftigte sich der Magistrat mit der Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft. Die künftige Gesellschaft mit beschränkter Haftung – kurz GmbH – wird benötigt, um die Entwicklung der in Griesheim liegenden Konversionsflächen mit einem starken Partner aus der Privatwirtschaft durchzuführen. Es handelt sich um das 9,5 ha große Konversionsareal im Südosten Griesheims, direkt angrenzend an die Gemarkungsgrenze Darmstadts und des Naturschutzgebietes. Der Beschluss soll am 9.11.2017 in der Stadtverordnetenversammlung getroffen werden.

Der Vortrag zur Verkehrsplanung von der Firma Habermehl und Follmann zur verkehrlichen Entwicklung in dem neu zu erschließenden Konversionsgebiet hatten sich die Mitglieder des Magistrats ebenfalls in einer der vergangenen Sitzungen angehört. Hier wurde, ebenso wie am 25.10.2017 im Stadtplanungs- und Bauausschuss, erläutert, wie die künftigen Verkehre in diesem Quartier fließen werden und mit welchen Mehrfahrten möglicherweise zu rechnen ist. Grundlage für die Planungen waren Verkehrszählungen vom April dieses Jahres.

Verschiedene Planvarianten mit evtl. zu schließenden Straßen wurden durch Herrn Meyer von dem Fachbüro Habermehl & Follmann vorgestellt. Diese Planungsvarianten wurden zuvor von Verwaltung und Bürgerbeteiligung Konversion Süd-Ost erarbeitet und durch den Magistrat zur Berechnung beauftragt.

Die Ergebnisse zeigen eine prognostizierte Mehrbelastung des bestehenden Straßennetzes. Der Augenmerk lag dabei insbesondere auch auf der Lilienthalstraße, Nehringstraße, Flughafenstraße, der Straße „Am Schwimmbad“, aber auch der Jahnstraße. „Zu erwähnen sei hierbei“, so Bürgermeister Krebs-Wetzl, „dass alle – auch die zukünftigen- Verkehre im Quartier mit den dazugehörigen Netzknotenpunkten nach Ansicht des Planungsbüros grundsätzlich durchaus abgebildet werden könnten. Die Leistungsfähigkeit dieser Straßen und des Verkehrsnetzes ermöglichen die Entwicklung des Konversionsgebietes.“

Von den Verkehrsplanern werden täglich bis zu 8.000 Fahrten als durchaus normal und abbildbar angesehen, merkte Bürgermeister Krebs-Wetzl in diesem Zusammenhang an. In dem betrachteten Quartier liegen diese Werte wesentlich darunter. Es zeige sich zudem, dass die überwiegenden zusätzlichen Verkehre über die breite Flughafenstraße abgeführt werden können. Die Verkehrsexperten gaben bei den Planungen zu bedenken, dass partielle Sperrungen bzw. Schließungen von Straßen eher nicht zielführend seien, sondern dass eine Öffnung und ein Ausbau der Netzstruktur dabei helfe, die Verkehrsströme gleichmäßig verträglich zu verteilen. Selbstverständlich solle, so Bürgermeister Krebs-Wetzl, nach den besten Lösungen für die Anwohner gesucht werden.

Der Magistrat nahm die Anregung von Habermehl und Follmann auf, nochmal bei der verkehrlichen Erschließung über die Vorschläge aus dem Nachnutzungskonzept und gegebenenfalls auch über alternative Straßenführungen in diesem Quartier nachzudenken. Die Bürgerbeteiligung in der Projektwerkstatt wird sich ebenfalls nochmal mit der Verkehrsthematik befassen.

Weiterhin beschäftigte sich der Magistrat mit dem Thema Flüchtlingsbetreuung in Griesheim und den Fortgang der Interimsvergabe. Auch hierzu wurde eine Beschlussvorlage vorbereitet, die auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung stehen wird.

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